Frühling
Der Papst stirbt gerade.
7 Uhr morgens. Und
der Papst ist am Sterben. Ich schütte
Klaren nach. Das Eis klimpert im Glas
mit O-Saft und Klarem. Ich kann
immernoch nicht schlafen.
Ich wünschte jemand wäre hier
und würde mir gegenübersitzen.
Meinetwegen ein Nazi.
Draussen zwitschern die ersten
Frühlingsvögel. Im Fernsehen läuft
der Wetterbericht. Der ist mir egal.
Hauptsache es wird wärmer.
In einigen Jahren wird nämlich plötzlich
alles sehr sehr kalt sein
für alle Ewigkeit.
Der Papst stirbt gerade.
Tod, ich sterbe.
Am Kreuz. Wie jeder.
Wie der Papst.
Ganz langsam.